Wirtschaftsschutz für Unternehmen: Wirtschaftsspionage

Anna Lena Fehlhaber

Wirtschaftsspionage ist in der Sicherheitswahrnehmung der Bevölkerung ein häufig unterschätztes Risiko. Nicht nur globale Akteure, für Deutschland sind hier insbesondere China und Russland zu nennen, sondern auch Einzelakteure können zu einer Sicherheitsbedrohung für Unternehmen in Deutschland werden.

Immerhin 69% von Unternehmen wurden laut einer aktuellen BITKOM Studie nach eigener Angabe in den vergangenen zwei Jahren Opfer eines Datendiebstahls, von Wirtschaftsspionage oder einer Sabotage. Der Schaden durch diese wurde in der Studie auf 22,4 Milliarden Euro jährlich beziffert.

Diese Angriffe gegen Unternehmen können nicht nur auf unterschiedliche Art, sondern auch von unterschiedlichen Tätertypen verübt werden. Das Sicherheitsproblem der Wirtschaftsspionage ist entsprechend mehrdimensional, die Intentionen können vielschichtig sein. Durch die Beschaffenheit der digitalen Welt können auch Privatpersonen gegen Staaten oder Unternehmen vorgehen, die Strukturen werden als asymmetrisch bezeichnet, da Täter und Opfer sich strukturell nicht ähnlich sein müssen.

Eine nicht unbedeutende Gefahr geht auch vom Faktor Mensch selbst aus, der durch sein Agieren absichtlich oder unabsichtlich ein Sicherheitsrisiko für das Unternehmen darstellen kann.

Eine Möglichkeit, in den Austausch zu kommen, bietet die Plattform wirtschaftsschutz.info an. Neben Informationen des BfV, BND, BKA und BSI können Unternehmen und Interessenten in den gemeinsamen Dialog treten, um sich über Gefahren durch Wirtschaftsspionage und Präventionsmaßnahmen auszutauschen.

 

Verwendete Literatur: 

  • Maaßen 2017: „Freiheit vs. Freiheit“ – die aktuelle Sicherheitslage.

Leave a comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Prev Post Next Post