Syntaktische Zusammensetzung von Passwörtern: Wortverbindungen

Anna Lena Fehlhaber

Zur Generierung von Passwörtern nutzen Akteure häufig Wortverbindungen. Dafür wird ein Basis-Wort genutzt, von dem ausgehend ein weiteres Wort verknüpft wird, und ggf. mit weiteren Zeichen angereichert, um daraus ein sicheres Passwort zu erhalten.

Die Strategie der Wortverbindungen durch Zusammensetzen von zwei (oder mehreren) Wörtern kann sehr schwache und sehr starke Passwörter erzeugen. Eine pauschale Antwort oder Empfehlung kann an dieser Stelle nicht erteilt werden, allerdings gibt es einige Hinweise, die als Indizien geeignet sind, um Wortverbindungen, die in Passwörtern gebraucht werden, im Kontext von Sicherheit einzuordnen.

Einige häufige Fehlannahmen:

  • Wörter, die im Wörterbuch stehen sind generell schlechte Passwörter
  • zwei (oder mehrere) schwierig zu buchstabierende Wörter sind gute Passwörter
  • zwei (oder mehrere) lange Wörter sind gute Passwörter
  • fremdsprachige Wörter sind gute Passwörter

Ein Aspekt zur Generierung eines sicheren Passworts aus zwei oder mehr Wörtern ist die Nutzung von Wörtern, die möglichst wenig miteinander verknüpft sind in ihrem semantischen Gehalt und im alltäglichen Sprachgebrauch. „Schädelknochen“, „TeneriffaUrlaub“ und „Minka_Katze“ sind entsprechend eher wenig geeignet, ersteinmal unabhängig von der Schreibweise und dem Gebrauch weiterer Zahlen und Zeichen in ihnen. Zwei Wörter, von denen jeweils eines in einer anderen Sprache vorkommt, und die schwer zu erraten sind weil sie nichts miteinander zu tun haben, können hingegen sichere Passwörter generieren.

 

Verwendete Literatur:

  • Kornblatt (2011): When “most popular” isn’t a good thing: Worst passwords of the year – and how to fix them
  • Ur et al. (2013): The art of password creation.
  • Ur et al. (2016): I added ‚!‘ to make it secure.

 

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