Datensicherheit zur Realisierung von Privatsphäre und Datenschutz

Anna Lena Fehlhaber

Privatsphäre und Datenschutz werden durch rechtliche Strukturen zu sichern versucht. Durch die Einschränkung und Gewährung von Rechten können Privatsphäre und Datenschutz ermöglicht werden. Bei fehlender Datensicherheit erschöpfen sich rechtliche Bestimmungen zunehmend, und insbesondere private oder institutionalisierte Akteure, die im rechtlichen Graubereich agieren, ist es durch fehlende Datensicherheit ein einfaches, Privatsphäre und Datenschutz zu missachten und zu missbrauchen.

Insbesondere dann, wenn die Verletzung von Privatsphäre und Datenschutz nicht offensichtlich ist, weil die nutzerbezogenen oder sensiblen Daten lediglich im Hintergrund gesammelt werden, ist es für viele Nutzer schwierig einzuschätzen, wie sicher oder gefährdet die eigenen Daten sind. Eine Kontrolle über die eigenen Daten scheint in Anbetracht komplexer Möglichkeiten, diese zu stehlen, und auch im Zuge von Berechtigungen, zu deren Einwilligung Nutzer angehalten sind bei Gebrauch von Software und Applikationen, nahezu unmöglich. Es gibt jedoch bestimmte Strategien, Risiken zu minimieren und insbesondere dem kriminell intendierten Gebrauch der eigenen Daten vorzubeugen. Des Weiteren lohnt es sich, die eigenen Daten, etwa Passwörter oder andere individuell-sensible Daten, nicht ausschließlich in die Hände von Monopolanbietern zu legen, sondern diese sinnvoll auf verschiedene Anbieter aufzuteilen. Bei einem Angriff gegen das Unternehmen, bei dem entsprechende Accounts inklusive der Daten hinterlegt sind, kann damit eine Schadensbegrenzung vorgenommen werden.

Des Weiteren sichert es Nutzer auch dahingehend ab, dass die Daten der verschiedenen Dienste, die ggf. über einen einzigen Anbieter bezogen werden, nicht miteinander so kombiniert werden können, das ganze Nutzerprofile erstellt werden können anhand deren sich ablesen lässt, wie Tagesstruktur, Routen, Hobbys und Einstellungen des Betroffenen aussehen. Des Weiteren ist ein relevanter Faktor der eigene Umgang und Gebrauch von Technik, Diensten und Software. Neben den rein technischen Angriffen auf die Datensicherheit ist das Social Engineering, auch im Bereich von Privatsphäre und Datenschutz, ein wichtiges Thema. Eine technisch einwandfreie Sicherung der Daten schützt diese nicht, wenn Nutzer unsichere Passwörter gebrauchen, auf ihren Sozialen Netzwerkprofilen diese Daten ggf. über Drittanbieter öffentlich teilen, oder vermeintlich harmlose Fotos hochgeladen werden, anhand derer sich Ort, Wohnlage oder sogar Grundriss der bewohnten Immobilie erkennen lassen.

Verwendete Literatur:

  • Horster und Fox (2013): Datenschutz und Datensicherheit: Konzepte, Realisierungen, Rechtliche Aspekte, Anwendungen.
  • Kappes (2013): Netzwerk-und Datensicherheit.
  • Krügel (2017): Informations-Technologierecht. Skript.
  • Lenhard (2017): Datenschutz und Datensicherheit.
  • Vieweg (2016): Datenschutz: Vernetzt und verraten.

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